Schädlingsalarm: Viren- und Phishing-Info
Täuschen lassen darf man sich weder durch die perfekte Nachahmung der Seiten noch durch das saubere Deutsch. Der einzige Hinweis sind die Links.
Phishing am Beispiel eBay
Neben den üblichen Trojaner-Attacken ist zur Zeit wieder eBay-Phishing an der Tagesordnung. Kennzeichen sind diesmal ein professionelles Layout der gefälschten Seiten und eine E‑Mail-Anfrage, vorgeblich über das eBay-Kontaktformular. Täuschen lassen darf man sich weder durch die perfekte Nachahmung der Seiten noch durch das saubere Deutsch. Einziger Hinweis auf die gefälschte Anfrage sind die Links, welche hinter dem Linktext liegen.
Was soll bezweckt werden?
Da die aufgerufene Seite keinen Schadcode enthält, geht es hier vermutlich ausschließlich um das Abgreifen von Login-Daten. Diese werden dann häufig dazu mißbraucht, um einen seriösen Verkäufer vorzutäuschen und dann unter Angabe falscher Informationen Artikel zu verkaufen. Das Geld der Käufer fließt auf das Bankkonto des Betrügers, die Ware müssen Sie als Inhaber des Kontos liefern, da Sie als Verkäufer auftreten. Eine seit langem genutzte Methode, um hochwertige Waren anzubieten, ohne sie auch auszuliefern.
Wie schütze ich mich?
- E‑Mailprogramme (z. B. Mozilla Thunderbird) geben heutzutage eine Betrugswarnung aus, wenn der Verdacht auf eine Manipulation besteht. Warnung ernst nehmen und E‑Mail genauer überprüfen.
- Mit der Maus über die Links fahren, ohne darauf zu klicken. In der Statusleiste unten erscheint der maßgebliche Link. Wenn sich dieser vom Linktext unterscheidet: Mail löschen.
- Wenn der Link angeklickt wurde, im Browserfenster genau auf die Adresse achten, welche angesurft wurde. Sie muß mit der echten Domain des Anbieters beginnen – nicht nur irgendwo darin vorkommen.
- Nutzen Sie einen Passwortmanager. Auf einer Phishing-Seite bietet er die Zugangsdaten gar nicht an – ein deutliches Zeichen dafür, dass die angezeigte Seite gefälscht ist.
- Stellen Sie fest, dass Ihr Konto mißbraucht wurde, stellen Sie sofort Betrugsanzeige gegen Unbekannt und informieren Sie den Anbieter über den Vorfall, damit das Konto gesperrt werden kann.
Niemand ruft Sie an wegen Problemen auf irgendeinem Konto. Weder Amazon, noch Microsoft, noch sonst irgendwer. Wenn einer anruft: auflegen. Die ganze Geschichte dazu
Wie sieht das aus?
Zwei Beispiele aus der Praxis. Zum Vergrößern auf das Bild klicken.
Weitere Maschen aus dem Posteingang
Alle drei Beispiele stammen aus echten Nachrichten. Achten Sie jeweils auf die rot markierte Stelle – dort steht, wohin der Link wirklich führt.
Und am Telefon?
Dieselbe Masche gibt es auch per Anruf. Die Nummern sehen dabei oft deutsch aus, weil sie gefälscht sind – der wahre Anschluß steht ganz woanders.
Aktuelle Warnungen
Konkrete, tagesaktuelle Warnungen sammle ich auf zwei Seiten:
Grundlage: Virusinfo-Seite der alten Website.

