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Computerkrankenhaus René Noack   
 
 
 
 
 
 
 Sicherheit am PC und im Internet

 

Ich möchte mit einem Zitat beginnen. Es beschreibt die Situation sehr anschaulich, und für jeden nachvollziehbar:

Re: die ganze IT ist ein scheißdreck

Es ist halt ein Fass ohne Boden.
Du fixt eine Lücke, entwickelst die augenscheinlich besten Konzepte der Welt und dann kommt irgend einer um die Ecke und erklärt dir, dass in Software XYZ seit 10 Jahren ein Loch klafft, mit dem jeder Neugeborene unerkannt an allen Barrieren vorbeimarschiert.

Das ganze passiert nicht einmal sondern jede Woche.

Und dann spielst du scheinbar harmlose Updates ein und legst direkt mal die halbe Firma lahm, weil der Firefox ESR plötzlich nur noch leere Seiten druckt. Keiner kann sich mehr Flug- oder Bahntickets ausdrucken und die Mitarbeiter kommen an ihre Lohnabrechnung nicht ran.

Und dann hast du irgend welche Fehler, die sich wochenlang reproduzieren lassen und dann nach nächtelangem Grübeln und tagelanger Fehlersuche ganz plötzlich einfach nicht mehr auftreten und keiner weiß warum.

Es ist oft einfach zum Haareraufen und genau dann kommen mir diese Gedanken, dass ich manchmal einfach nur noch User sein möchte, der mit dem ganzen Mist einfach nichts mehr zu tun hat und bei jedem Problem schuldzuweisend auf den armen Admin zeigt.
Das Leben könnte so viel einfacher sein.

Health_Angel, 06.07.2017, 19:38

 

Im Grunde läßt sich dieses Thema ganz kurz abhandeln:

Sicherheit gibt es nicht. Punkt

 

Ihnen muß klar sein: Sie vor dem PC sind allein für die Sicherheit Ihrer Daten - und von nichts anderem reden wir hier - verantwortlich. Dies nimmt Ihnen kein Berater, kein EDV-Fachmann, keine Polizei und auch keine Software ab.

Ihre Daten, das sind Informationen, die entweder auf dem Computer gespeichert sind oder die Sie automatisch beim Surfen preisgeben. Ein 'Like' reicht schon. Sie müssen lernen, wie Sie diese Informationen weitestgehend für sich behalten. Ihnen muß bewußt werden, wie Sie sich am PC verhalten sollen, wie Sie Ihre Privatsphäre schützen und vor allem, wie Sie Datenverlust vermeiden, egal ob durch Plattencrash oder Vollverschlüsselung via Trojaner. Und wenn Sie sich auch an alle Regeln halten, wenn Sie alles gelernt haben, um sich unsichtbar im Internet zu bewegen, wird es trotzdem Möglichkeiten geben, an Ihre Daten heran zu kommen. Es ist ein Lernprozess mit offenem Ende.

Solange von Seiten der Politik keine Schritte unternommen werden, damit der Handel persönlicher Daten komplett verboten wird, solange die Bedürfnisse der Werbewirtschaft über dem Schutz der Privatsphäre stehen, so lange werden Sie sich mit Hindernissen und Schikanen im Web auseinandersetzen oder dem Kontrollverlust über Ihre persönlichen Daten leben müssen. Denn haben Sie eine Hürde aufgebaut, wird anderweitig eine neue Möglichkeit geschaffen oder eine Lücke ausgenutzt. Es ist ein ewiger Kampf, der mit ungleichen Waffen gekämpft wird. Später mehr dazu.

 

Punkt 1: Virenschutz

Der Virenschutz ist ein Schritt in die richtige Richtung. Ein Antivirenprogramm übernimmt die Kontrolle des Datenverkehrs und warnt rechtzeitig vor einer Bedrohung oder verhindert im besten Fall eine Infektion. Es reicht im Grund ein gutes einfaches Antivirenprogramm. Software, die einen Vollschutz verspricht - das sogenannte Rund-um-sorglos-Paket "Complete Security", Internet Security", "Pure" oder wie sie alle heißen klingen nett, bringen auch viele tolle Funktionen mit, sind aber nicht nötig und versprechen mehr, als sie leisten können, denn sie suggerieren Ihnen einen Vollschutz, der Sie leichtsinnig werden läßt. Den gibt es aber nicht! (s.o.) Lassen Sie sich da auch nicht von den herkömmlichen Medien beeinflussen. Lesen Sie Fachzeitungen, jährliche Testberichte von Antivirenprogrammen und entscheiden Sie daraufhin. Auch hier ist wichtig: Das Schutzprogramm ist nur so gut, wie die Person VOR dem Computer. Es schützt Sie nicht, wenn Sie wahllos auf Dateianhänge in eMails klicken, Programme aus unbekannten Quellen ausführen, fremde USB-Sticks benutzen oder Warnmeldungen ungelesen abnicken.

 

Punkt 2: Schutz vor Datenverlust

... ist ganz einfach: regelmäßige Datensicherung. Und zwar auf eine Festplatte außerhalb Ihres Computers und diese gelagert weit weg von eben diesem, möglichst in einem Safe. Es gibt mehrere Methoden und Vorgehensweisen, eine Beratung sollte Ihnen helfen, die richtige Methode für sich zu finden. Fangen Sie aber schon mal mit dem Kopieren Ihrer Bilder und Dokumente an. Das ist nicht schwer, kostet nur etwas Zeit.

 

Punkt 3: Schutz der Privatsphäre / Schutz vor Werbung

Der Schutz der Privatsphäre ist gleichbedeutend mit Schutz vor Werbung. Denn um Werbung im Netz gewinnbringend an die Werbetreibenden bringen zu können, wird zu dubiosen Mitteln gegriffen, die Ihre Privatsphäre angreifen. Um nicht mißverstanden zu werden: Das Meiste bewegt sich im rechtlich grünen Bereich, maximal in einer Grauzone. Das bedeutet nicht, daß wir diese Methoden für gut heißen. Es kann nur nicht viel dagegen unternommen werden.

Sie sollten wissen, daß Sie, wenn Sie sich gegen den "Datendiebstahl" wehren wollen, mit Problemen zu kämpfen haben, die Ihnen das Leben im Web schwer machen werden. Eine Zeit lang hat der Springerverlag zum Beispiel den Einsatz von Werbeblockern kriminalisiert! Adblock wurde als Schadsoftware bezeichnet. Mittlerweile können Sie Webinhalte nicht sehen, solange Sie den Werbeblocker aktiviert, bzw. installiert haben. Es reicht mitunter nicht, ihn zu deaktivieren, Adblock muss weg! Auch hier stehen die BLÖD-Seiten wieder an vorderster Front.

Es gilt allgemein der Leitsatz: Der Schutz der Privatsphäre bedeutet Komfortverlust. Wollen Sie Komfort, erkaufen Sie sich den mit Ihren Daten.

Werbeblocker und Trackingblocker gibt es einige. Manche greifen ineinander, andere ergänzen sich. Wir möchten Ihnen hier eine Beispielkonfiguration erklären. Nutzen Sie für das sichere Surfen den Firefox und ergänzen Sie ihn mit AddOns. Zuerst aktivieren Sie aber in den Einstellungen unter Datenschutz den Benutzerdefinierten Modus. Eine Chronik kann angelegt werden, besuchte Seiten können problemlos gespeichert werden. Was Sie begrenzen, sind die Cookies. Hier gilt: nur von besuchten Drittanbietern akzeptieren und die Cookies beim Beenden löschen lassen.

Privatsphäreneinstellung Firefox

Als Addons kommen folgende in Frage:

  • uBlock oder Adblock plus (Werbeblocker)
  • Ghostery (Trackingschutz)
  • (NoScript)... grundsätzliches Wissen und hohe Toleranzschwelle vorrausgesetzt
  • HTTPS Everywhere (Umleitung auf verschlüsselte Version einer Webseite)
  • Cookie AutoDelete (automatisches Löschen von Cookies)

Die Konfiguration der einzelnen Addons und weitere nützliche Erweiterungen erhalten Sie in einem persönlichen Gespräch, dies würde hier zu weit führen. Zumindest haben Sie mit diesen Addons einen Grundschutz, der Ihnen ein halbwegs anonymes Surfen ermöglicht. Ein Großteil der Werbung ist weg und auch die Nachverfolgung wird erschwert. 100%-igen Schutz gibt es jedoch auch hiermit nicht.

 

... wird fortgesetzt ...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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