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Computerkrankenhaus René Noack   
 
 
 
 
 
 
 Computer: Pflege und Instandhaltung

 

Ein Computer ist ein Werkzeug. Ein teures Werkzeug. Summa summarum kostet ein PC samt Peripherie rund 1000 Euro. Für dieses Geld kann man erwarten, dass er eine Weile seinen Dienst tut. Wie lange sollte dies ihrer Meinung nach sein? 1 Jahr, 2 Jahre... 3? Noch länger? Haben sie sich einmal gefragt, was sie tun sollten, damit sie da nicht enttäuscht werden?

Die Pflege des Computers ist genauso wichtig, wie die Pflege ihres Autos.

Moderne Computer sind von Hause aus weniger anfällig, als ältere Modelle. Stromsparende Prozessoren, langsamdrehende Lüfter, wärmegesteuert, gelgelagert und bis zu 14cm im Durchmesser, große Kühlkörper auf der CPU und komplexe Kühllösungen für Grafikkarten sorgen dafür, dass ein großes altes Problem nicht mehr existiert: der Wärmestau im PC. Damit wurde ein großer Schritt in Richtung Haltbarkeit des Computers getan, denn nichts war so schädlich, wie hohe Temperaturen im Inneren des PCs.

Trotzdem sind gewisse Punkte zu beachten, damit sie lange Freude an ihrem Computer haben. Sie erhalten deshalb hier ein paar wertvolle Tips für Computer, Monitor, Drucker und Eingabegeräte.

Computergehäuse

Das Innere des Computers zu reinigen bedarf ein wenig Fingerspitzengefühl. Sie sollten dies deshalb lieber dem Fachmann überlassen. Ich empfehle eine komplette Reinigung des Computers alle 12 Monate, in staubiger Umgebung oder in Haushalten mit Tieren auch öfters. Für 10 Euro reinige ich z.B. ihren Computer zuverlässig und gründlich.
Möchten Sie sich doch lieber selbst an die Reinigung wagen, sorgen Sie dafür, dass sie geerdet sind, ehe Sie ins Innere greifen. Stecken Sie alle Kabel ab. Vermeiden Sie elektrische Entladungen und direkten Kontakt mit dem Mainboard. Wenn Sie Hochdruckgebläse verwenden, achten sie darauf, dass sie kein Kondenswasser aufs Mainboard sprühen. Die Lüfter dürfen nicht hochdrehen. Üben Sie keinen Druck auf die Lüfter aus, die speziellen Lager sind diesbezüglich empfindlich. Und lassen Sie beim Reinigen das Gehäuse nicht fallen. Es ist immer noch eine empfindliche Festplatte verbaut, die dabei defintiv Schaden nimmt. Beim Zusammenbauen die Kabel nicht vergessen, alle!
Sie können aber Vorsorge treffen, damit das Innere nicht zu sehr verschmutzt. Der größte Feind des Computers ist Rauch. In Kombination mit Staub oder gar Feuchtigkeit entsteht ein klebriger, dichter Schmutzfilm auf den Komponenten, der im schlimmsten Fall sogar zu einem Kurzschluß führen kann. Vermeiden Sie deshalb, in Computerräumen zu rauchen, auch wenn es sehr schwer fällt. Leicht erhöht aufgestellt reduzieren sie die Gefahr, dass der Computer den ganzen Umgebungsstaub in sich aufsaugt. In Räumen mit Parkett oder Laminat entstehen Staubflusen, die gern von den Lüftern aufgesaugt und ins Innere des PCs befördert werden. Regelmäßiges Staubsaugen sollte deshalb selbstverständlich sein. Sie können dabei auch die Lüftungsschlitze und die Rückseite des Computers mit absaugen. Befreien sie dabei auch die äußeren Steckplätze (USB, HDMI, SATA) von Staubflusen. Das Gehäuse können Sie mit einem feuchten Lappen abwischen.

Lüften Sie regelmäßig ihr Computerzimmer. Feuchtigkeit wird so nach draußen transportiert. Auch sollten Computerräume nicht auskühlen. Stand ihr PC längere Zeit in kalter Umgebung, zum Beispiel im Auto im Winter, so lassen sie ihn für ein zwei Stunden aklimatisieren, ehe sie ihn anschalten. Dies schützt vor Spannungsschäden und Kurzschluß. Auch zu hohe Temperaturen sollten sie meiden. Gerade bei Dachgeschosswohnungen sollte auf jeden Fall für eine gute Kühlung gesorgt werden. Direkte Sonneneinstrahlung aufs Gehäuse sollten Sie meiden, sonst überhitzt der PC und schaltet ab. Ältere Modelle brennen auch gerne mal durch. Im wahrsten Sinne des Wortes.

 

Monitor

Ein Monitor ist relativ einfach zu pflegen. Ins Innere kommen Sie nicht, und wenn doch, so lassen Sie es besser bleiben. Es kann zu viel kaputt gehen. Bei Röhrenmonitoren nehmen Sie einen feuchten Lappen, etwas Spüli drauf und sauber wischen. Nur darauf achten, dass kein Tropfwasser nach innen gelangt. Das Glas polieren Sie nach, sonst gibt es Schlieren und irritierende Farbreflexionen.

Einen Flachbildschirm sollten Sie etwas sorgsamer behandeln, weil die wenigsten eine schützende Scheibe vor dem Display haben. Ist das Display verstaubt oder gar verschmiert (Kinderfinger vollbringen da wahre Wunder!), sollten Sie zuerst mit einem weichen Vlies oder einem Wedel die Staubkörnchen entfernen. Danach mit einer Reinigungslösung (im Fachhandel erhältlicher Displayreiniger) einsprühen und anschließend mit einem feuchten Vlies oder einem Schwamm abwischen. Üben Sie dabei nicht zu viel Druck aus, so ein Bildschrim ist sensibel. Hartnäckige Verschmutzungen kann man versuchen, mit etwas Spüli zu entfernen. Woher die kommen sollten? Hat Ihnen schon einmal Ihr Kind mit vollem Mund auf den Computerarbeitsplatz geniest? Es geht alles, glauben Sie mir das. Küchentücher sind übrigens nicht geeignet. Sie enthalten Holzanteile, die das Display verkratzen könnten. Und mal eben schnell mit der Hand drüber wischen, geht auch nicht. Sie reiben den Staub auf dem Display breit und sorgen somit für schöne Kratzer. Die Rückseite kann wieder, wie bei dem Röhrengerät, mit Spüli und einem feuchten Lappen gereinigt werden.

Kleiner Tipp am Rande. Wenn Sie sich einen neuen Monitor geleistet haben, werden Sie sich bestimmt über die schöne glänzende Oberfläche freuen. Klavierlack ist das Zauberwort. Nehmen Sie am besten gleich ganz feines Sandpapier und rauen Sie die Oberfläche auf. Sonst sind Sie ewig damit beschäftigt, Fingertapser wegzuwischen. Diese verewigen sich nur all zu gerne auf schönen glänzenden Klavierlackoberflachen. Aber Vorsicht, der Lack platzt dabei gerne ab. Sie machen das auf eignes Risiko! Rauhe Oberflächen sind von vorn herein die bessere Wahl, auch wenn sie langweilig aussehen. :-)

 

Eingabegeräte

Mit Eingabegeräten sind im allgemeinen Tastaturen und Mäuse gemeint. Hier gilt die eiserne Grundregel: kein Essen und Trinkem am Computerarbeitsplatz! Dann haben Sie es am einfachsten. Natürlich kann man das von niemandem verlangen. Ich trinke ja auch gern meinen Kaffee bei der Arbeit. Und ein Stückchen Kuchen oder Kekse sind besonder lecker, wenn zwischendurch die Tastatur klappert. Ein Becherchen Joghurt steigert die Konzentration und ein Mäc Fettig ist zwar total ungesund, tut aber doch zwischendurch der Seele ungemein gut. Sie merken... Tastaturen und Mäuse sind die am meisten belasteten Komponenten am Computerarbeitsplatz. Manchmal möchte man gern auch Sondermülldeponie dazu sagen, aber ich möchte da niemanden zu nahe treten. Was also tun?

Mäuse: die modernen Mäuse haben keinen Ball mehr zum Bewegen des Cursors. Dies vereinfacht die Sache sehr. Hier wischen Sie die Maus oben und unten mit einem feuchten Lappen ab. Spüli, wenn fettige Finger am Werk waren, geht auch. Mehr ist nicht nötig. Sollte wirklich noch ein Ball zum Einsatz kommen, so muß dieser entfernt und gründlich im Fitwasser gereingt werden. Danach müssen die Abtastrollen im Inneren der Maus vom Schmutz befreit werden. Das ist eine mühselige Fitzelarbeit, so man sich getrost die Frage stellen darf, ob die Reinigung wirklich noch Sinn macht, wenn eine neue Maus gerade einmal 20 Euro kostet. Diese Frage müssen Sie sich aber selbst beantworten.

Tastaturen: Einfache Tastaturen sind einfach zu reinigen. Entweder mit Hochdruck ausblasen oder gleich unter fließendem Wasser abspülen. Wer ganz mutig ist, kann gerne auch eine kräftige Bürste nehmen, ein ordentliches Reinigungsmittel und damit ordentlich Schaum schlagen. Danach unter fließendem Wasser abspülen und zum Trocknen umgekehrt auf die Heizung legen. Bringen Sie Geduld mit, denn nach einem Tag ist das Innere der Tastatur bestimmt noch nicht trocken. Da diese Methode jedoch mit einem gewissen Risiko verbunden ist, und abhängig von der Qualität der Tastatur, ist diese Art der Reinigung nur als letzter Ausweg für wirklich dreckige Tastenbretter zu sehen.

Hochwertige Tastaturen, Multimedia-Tastaturen und Speziallösungen benötigen einen höheren Wartungsaufwand. Zuerst sollte wieder der lose Schmutz und Krümel aus dem Inneren geblasen werden. Danach empfehle ich die Mühe mit einem feuchten Vlies und einem milden Reinigungsmitttel. Die Tasten sollten alle einzeln abgewischt werden. Wasser darf nicht in das Innere gelangen.

Wenn Sie die Mühe nicht scheuen, können Sie die Tastatur auch auseinanderbauen und die Tasten von der Elektronik trennen. Dies erleichtert das Reinigen ein wenig. Merken Sie sich aber, wie die Kabel verlegt waren und wo die Schrauben hingehören. Vorsicht auch bei sehr flachen Tastaturen. Diese haben, wie bei Notebooks, eine spezielle Halterung, die abbrechen kann.

Kleiner Tipp: Stecken Sie die Tastatur vor der Reingung vom Computer ab. Andernfalls erhalten Sie unter Umständen lustige Reaktionen auf dem Bildschirm. ;-)

 

Drucker, Scanner

Die Außenseite von Drucker und Scanner reinigen Sie am besten mit einem feuchten Vlies und etwas Spüli. Das scannerglas pflegen Sie mit ganz normalem Glasreiniger und einem Fensterleder. Vermeiden Sie aber auch hier Küchentücher oder ähnliches Papier.

Drucken Sie hin und wieder mal eine farbige Seite aus. So wird verhindert, dass die Düsen verstopfen. Dies ist natürlich nur nötig, wenn sie sehr selten drucken, oder nur schwarz-weiß. Was bei modernen Druckern keinen Sinn macht, ist das Trennen von der Stromleiste, um Stromkosten zu sparen. Sobald sie wieder eingeschaltet werden, durchlaufen Sie einen kompletten Reingungsvorgang, wobei ordentlich Tinte durch die Düsen geblasen wird. Dies ist teurer, als die paar Millicent, die der Drucker im Standby verbraucht.

Zur Druckerwartung gehört auch, dass Sie das richtige Papier verwenden. Jeder Drucker ist nur für bestimmte Papiersorten und Stärken ausgelegt. Nehmen Sie zu dickes Papier, machen Sie die Andruckrollen kaputt. Zieht der Drucker nicht mehr richtig ein, können Sie die Rollen mit einem in Alkohol getränkten Wattestäbchen reinigen und anschließend mit ganz feinem Sandpapier etwas anrauhen. Streichen sie quer zur Einzugsrichtung, so erhalten Sie das beste Ergebnis. Wenn Sie zusätzlich einen Staubsauger bei der Arbeit zu Hilfe nehmen, vermeiden sie, daß der abgeschliffene Staub in die Mechanik gelangt.

Merke! Laserdrucker dürfen Sie auf keinen Fall ausblasen, um sie vom Tonerstaub zu befreien. Bringen Sie sie bei starker Verschmutzung zum Fachhändler. Ansonsten reicht es, die Außenseite ganz normal mit einem feuchten Tuch zu reinigen.

 

Sonderfall Notebook

Die Reinigung des Notebooks läuft in mehreren Abschnitten. Das Display reinigen Sie, wie einen normalen Flachbildschirm. Die Oberfläche pflegen Sie ebenfalls ganz normal, wie Sie es im Abschnitt weiter oben gelernt haben. Das war es dann aber mit Einfach.

Die Tastatur vorsichtig mit einem Pinsel und einem kleinen Staubsauger von Krümeln und Staub befreien. Wenn Sie vorhaben, die Tastatur nass zu reinigen, müssen Sie sie ausbauen, bevor Sie Hand anlegen. Spätestens hier ist Fingerspitzengefühl gefragt, so dass ich hier aufhöre, weitere Tipps zu geben. Sie können zuviel falsch machen. Blasen Sie auch auf keinen Fall in die Lüftungsschlitze, selbst wenn sie zu sind. Sie verteilen den Staub schönin den Ritzen und pusten ihn noch tiefer ins Innere. Absaugen ja, aber ausreichend ist das nicht. Bringen Sie das Notebook bei starker Verschmutzung zum Fachmann.

Kleiner Tipp: Notebooks sind aufgrund ihrer Bauweise sehr wärmeempfindlich. Gerade hier gelten die oben genannten Wärmegrundsätze. Stellen Sie Ihr Notebook nicht auf eine Lenoleumtischdecke. Wolldecken sind ebenfalls tabu. Achten Sie darauf, dass die Luft neben und unter dem Notebook zirkulieren kann. Am besten bewährt haben sich Kühlboards, die Sie unter das Notebook schnallen können. Diese haben zusätzliche Lüfter, die die Abwärme des Gerätes wegtransportieren. Ein Hitzestau ist somit nahezu ausgeschlossen. Außerdem sind sie meistens schräg aufgebaut, so dass Sie eine angenehme Handhaltung beim Schreiben bekommen. Für die Pragmatiker unter uns: Wenn Sie sich das Geld für das Kühlboard sparen wollen, geht auch eine ca. 3-5cm hohe Holzleiste. Die legen Sie hinten unter das Notebook und die Wärme kann ebenfalls entweichen. Achten Sie dann aber auf einen sicheren Stand des Notebooks.

 

 

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